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(no)sense La fille Krankheit? Gästebuch Link

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Problematik

So, ich probier jetzt zum ersten Mal meine ambivalente Gefühlswelt zu beschreiben, mein Verhalten und was weiß ich, alles was mich beschäftigt oder beschäftigen sollte zusammenzufassen.

Auch wenn es total absurd ist, halte ich mich nicht für essgestört, aber die Tatsache dass ich es für absurd halte lässt mich wiederum daran zweifeln, dass ich wirklich denke ich sei gesund.
Ich weiß nicht was ich denke!
Naja, ich habe auch immer das Gefühl, dass ich das alles will. Ich will mir den Bauch vollschlagen, ich will erbrechen weil es einfach so eine geniale Lösung ist.
Man kann sich dem Essen hingeben und nimmt gleichzeitig nicht zu.
Fast! Ich habe das Gefühl immer dicker zu werden, höchstens dass mein Gewicht bleibt.
Dabei würde ich gerne noch fast 10kg abnehmen.
10 kg, wie krank! Aber eigentlich finde ich es nicht krank.
Es ist alles so verwirrend.

Einerseits fühle ich mich hübsch. Jungs stehen auf mich, kämpfen um mich, wollen mit mir zusammen sein.
Andererseits komme ich mir in der Gesellschaft (wenigstens bei den meisten Menschen) minderwertig und hässlich vor.
Ich habe das Gefühl, alle finden mich irgendwie komisch, vielleicht ist es so. Auf jeden Fall nicht normal. Irgendwie ekelig.
Ich halte immer etwas vor meinen Bauch (meistens meine Tasche) trage nie enge Oberteile oder Shorts, in denen man den oberen Teil meiner Oberschenkel sehen kann den ich so hasse.
Wenn ich ein enges Shirt trage (andere Freundinnen von mir sind dicker als ich und tragen trotzdem welche, ohne dass ich es irgendwie schlimm finde) gehe ich früh nach hause und habe schlechte Laune, schäme mich und habe das Gefühl, jeder würde auf meinen Bauch starren.
Ich trage nie Tops, weil ich meine Oberarme zu fett finde.

Wenn ich Abends nichts gegessen habe, bin ich am nächsten Morgen überglücklich, kann nicht aufhören meinen Bauch zu berühren und zu strecken.

Manchmal glaube ich, dass ich an vielen Dingen weniger Spaß habe als früher. Manchmal denke ich aber auch, dass ich mir das einbilde oder dass das normal ist.

Aber mal ehrlich, ich leide doch schon an Folgeerscheinungen. Trotzdem glaube ich, dass ich aufhören könnte, wenn ich wollen würde. Manchmal will ich vielleicht, aber wenn ichs wieder tue dann wollte ich es doch auch wieder tun.

Vielleicht realisiere ich etwas, wenn ich meine Folgeerscheinungen aufschreibe:

- Ich bekomme meine Tage nicht mehr (vielleicht aber auch, weil ich mal ne kurze Zeit lang die Pille genommen habe?)

- Ich habe Löcher in den Zähnen und obwohl ich sie mindestens 2 mal am Tag putze sind sie gelblich

- Ich kann nicht mehr nett mit meiner Mutter umgehen

- nach dem Erbrechen Halsschmerzen, Magenschmerzen, Kreislaufprobleme

- Mein Selbstbewusstsein verändert sich

- Essverhalten ist mir wichtiger als Pünktlichkeit, manche Treffen, Hausaufgaben, Hausarbeit usw.

Irgendwie denke ich während ich all das schreibe, dass es ja gar nicht so schlimm ist.
Oh man, das ist alles so paradox und irreal. Als würden zwei Menschen in mir Leben. Aber wer von ihnen bin ich?

Irgendwo habe ich glaube ich verstanden dass ich nicht gesund bin.
Aber ich will es mir anscheinend nicht eingestehen.

Manchmal schäme und ekele ich mich vor mir selbst.

Das schlimme ist, wenn ich einen Wunsch frei hätte würde ich mir wünschen, dünn zu sein.
Ich habe das Gefühl, das würde jedes meiner Probleme lösen. Und das würde es auch.
Ich wäre selbstbewusst und würde mir selbst nicht mehr im weg stehen. Dann könnte ich alles schaffen. Das glaube ich zumindest!

Ich finde den Gedanken an sich eine Therapie zu machen gar nicht so schlimm.
Aber wenn ich daran denke, wie sie mich wie eine psychisch Kranke behandeln würden, was ja eigentlich auch stimmt, wird mir ganz anders.
Ich will nicht analysiert werden, für unnormal gehalten werden, von der Gesunden aufs Niveau der Kranken absinken.
Außerdem möchte ich auf keinen Fall dass meine Eltern irgendetwas wissen.
Mein Vater würde damit nie fertig werden. Ich bin doch alles für ihn und wir sind ein Herz und eine Seele.
Meine Mutter würde mich einfach als krank abstempeln. Nichts verstehen, wie immer. Mitgefühl, sowas kennt sie nicht.

Das Leid muss über den Scham hinauswachsen. So ist das. Aber ich bin noch weit davon entfernt!
Vielleicht auch nicht. Es scheint mir aber so.

Genug geschrieben, ich muss schlafen!!

xoxo <3

20.7.09 02:18
 


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hello! have a look @ my blog. no, i'm not pro ana/ mia ..?
Es ist unglaublich, dass man schon im zarten Alter von 15 Jahren erfährt, dass man in der Gesellschaft nur anerkannt wird, wenn man ihrem Schönheitsideal entspricht.